Vorsicht Verbraucherfalle Parfüms – BILLIG & TEUER

Verführerische Düfte zu stolzen Preisen: Parfüms sind ein Luxusgut, für das wir gern mal tiefer in die Tasche greifen. Aber muss das so sein? Und wie gut sind No-Name-Parfums?


Wer beherrscht eigentlich den Parfümmarkt?

Im Grunde, gibt es nur 4 Hersteller, die den Parfüm-Markt beherrschen.

  1. L´Oreal
  2. LVMH
  3. Coty Inc
  4. Procter & Gamble

L´Oreal gehören heute unter anderem die Parfums der Marken Lancôme, Biotherm, Helena Rubinstein, Kiehl’s, Giorgio Armani (Parfüm), Ralph Lauren (Lizenz für Parfüm), Cacharel (Parfüm), Viktor & Rolf (Parfüm) und Yves Saint Laurent Beauté, Clarisonic, Diesel, Maison Martin Margiela, Urban Decay, Shu Uemura, Yue Sai, Guy Laroche, Paloma Picasso.

LVMH gehören heute unter anderem die Parfums der Marken: Perfumes Loewe, Acqua di Parma, Bvlgari Parfums, Maison Francis Kurkdjian, Christian Dior Parfums, Parfums Givenchy, Guerlain, Kenzo Parfums, Benefit Cosmetics, Fresh

Coty Inc. gehören heute unter anderem die Parfums der Marken Adidas, Astor, Balenciaga, Beyoncé, Bottega Veneta, Bourjois, Calvin Klein, Cerruti, Chloé, Chopard, David Beckham, Davidoff, Enrique Iglesias, GUESS, Jennifer Lopez, Jil Sander, Joop!, Jōvan, Katy Perry, Lancaster, Love2Love, Manhattan, Marc Jacobs, Miss Sporty, Miu Miu, Nautica, NYC Color, OPI, Philosophy, Playboy, Rimmel, Roberto Cavalli, Sally Hansen, Stetson, Vera Wang und Vespa.

Procter & Gamble gehören heute unter anderem die Parfums der Marken Old Spice, Laura Biagiotti, Puma, Charles Jourdan, Galileo, Gerry Weber, Gucci, Hervé Leger – Marken wie Mexx, Hugo Boss, Dolce & Gabbana, Gucci, Bruno Banani, Lacoste, Gabriela Sabatini, James Bond 007 und CoverGirl wurden 2015 an Coty Inc. verkauft.

Eine ausführliche List, welche Marke zu welchem Hersteller gehört findet man hier: https://www.wer-zu-wem.de/marken/parfum.html

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Wer den Markt dominiert, dominiert auch die Preise

Diese 4 dominieren im großen und ganzen, was in den Regalen der Parfümerien steht und somit haben diese 4 auch die Herrschaft über die Preise. Verkauft werden die Produkte der vier Parfümriesen überwiegend bei Parfümerieketten und Kaufhäuser wie Aurel, Douglas, Thiemann, Stadt-Parfümerie Pieper, The Body Shop, Yves Rocher, Karstadt, Kaufhof aber auch in kleineren Parfümerien.

Diese werden von den Herstellern offiziell beliefert, denn bei den ausgesuchten und autorisierten Händlern wird die Ware hochwertig präsentiert und vor allem zu einem entsprechend hohen Preis verkauft.

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Günstigere Preise unterbinden

Warum etwas billig verkaufen, wenn man auch so vielmehr Geld bekommen kann. Genau das denken sich die Parfümhersteller von bekannten Markenparfums auch und würden am liebsten verbieten, dass ihre Markenware von nicht autorisierten Graumarkthändlern, Drogerien oder im Internet günstiger verkauft wird.

Doch bei Ware (Markenparfum) aus der EU, können sie nichts gegen die Billigpreise machen, weil der freie Handel innerhalb der EU nicht behindert werden darf.

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Teuer immer gleich GUT?

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Was kostet überhaupt ein Markenparfum?

Im Parfümverkauf steckt nach Angaben von Branchenkennern ein ziemlich hohen Handelsspanne, wie diese beiden Beispiele deutlich zeigen:

Der Verkaufspreis des Parfüm “Calvin Klein Beauty” (100 ml) liegt bei Douglas bei 95,00 Euro

Großabnehmer wie z.B. autorisierte Parfümerieketten bekommen dieses Parfüm nach Liste eines Brancheninsiders zu einem Einkaufspreis von rund 20,00 Euro.

EK: 20,00€ – VK: 95,00€ = Marge 75,00€

Der Verkaufspreis des Parfüm “Cerruti 1881 pour femmes” (100 ml) wird für rund 70 Euro verkauft. Auf der Liste des Insiders steht ein Einkaufspreis von rund 17,80 Euro.

EK: 17,80€ – VK: 70,00€ = Marge 52,20€

(Quelle: MDR)

Hier erkennt man also schnell, warum Parfüm ein so lukratives Geschäft ist. Natürlich bedeutet Marge nicht gleich Gewinn aber ob diese Verkaufspreise gerechtfertigt sind kann man an dieser Stelle bezweifeln.

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Gibt es auch günstige Parfüm-Alternativen?

Sind No-Name-Parfüms schlechter oder sogar besser? Bei einem Markenparfum ist nämlich nicht der Duft geschützt, sondern nur die Marke.

Im Internet gibt es jedoch etliche Seiten, wo man billigere Nachahmer-Parfüms kaufen kann. Diese nachgemachten Düfte werden auch als Duftkopien, Smell alike oder sogenannte Dups bezeichnet und ähneln dem Duft von großen Markenparfüms.

Das nachgemachte Parfum muss anders als das Original aussehen und man darf nicht damit werben, dass es einem Markenduft ähnlich ist. Diesen Vergleich darf man nur als Verbraucher machen und natürlich auch verraten, wo man diese Produkte im Internet kaufen kann.

Eine weitere Möglichkeit ist, über die enthaltenen Duftstoffe ähnliche Parfums zu finden wie z.B. im Duftgenerator.

Die No-Name-Parfüms in einer brauchbaren Qualität gibt es oftmals schon für einen Preis ab 25-35 Euro.

Doch der günstige Preis ist bei einigen No-Name-Parfümherstellern nicht möglich, weil man bei den Rohstoffen spart, sondern weil man auf eine teure Flasche mit aufwendiger Verpackung sowie teure Werbung verzichtet. In Qualität, Geruch und Intensität unterscheiden sich die Düfte kaum von den Markenparfüms ganz im Gegenteil, sie sind sogar oftmals besser.

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